Lesetipp

So’n Hundewetter!

Erst ist es tagelang so schweinekalt, dass mir fast die Pfoten abfrieren und ich muss wohl oder übel das verhasste Sandklo in Betrieb nehmen und dann, gerade als die Temperaturen wieder akzeptabel werden, beginnt es zu schneien. NASS zu schneien. Mannmannmann – wie ich den Winter hasse!

Da bleibt einem gar nix anderes übrig, als zu…

…lesen.

Wobei das mit der Literatur für Katzen ja nicht so einfach ist. Es wurde zwar viel über, aber wenig für uns geschrieben.

Empfehlen kann ich aber das Buch von Paul Gallico „Meine Freundin Jennie“, in dem der Autor doch einiges Einfühlungsvermögen beweist. Und um hier auch mal etwas Nettes über die Frau Schreibschaukel zu sagen: Den Tipp habe ich ursprünglich von ihr. Obwohl es ein wenig ermüdend ist, wie sie immer ins Schwärmen kommt, wenn ich das Buch zur Pfote nehme und mich dann gleich mit ihrer „gesuchtundgefunden“-Geschichte nervt, die ich bestimmt schon zehnmal zu hören bekam.

 

Aber gut – es schneit. Hier ist sie also. Exklusiv für die Leser MEINES Blogs nacherzählt.

Im zarten Alter von elf Jahren hatte sich die Zweibeinin einst ein Buch aus der Gemeindebibliothek gekrallt. Von aussen sah es eigentlich sehr langweilig aus; senfgelber Umschlag und schon etwas zerfleddert. Aber der Inhalt! Noch heute kriegt sie feuchte Augen, wenn sie mir erzählt, dass sie am Schluss geheult hat, weil sie fand, das Happyend sei gar keins! Was ich gut verstehe, nachdem ich die Geschichte jetzt auch kenne.

Noch Jahre später ging ihr die Geschichte nicht aus dem Kopf, aber weil sie sich nach so langer Zeit weder an den Titel noch an den Verfasser erinnern konnte, fand sie es nicht mehr (es war in deutscher Fassung dannzumal aber auch schon vergriffen).

Erst fünfzehn Jahre später, unterwegs in Amerika, stiess sie in einer Buchhandlung auf das lange gesuchte Buch, das sie schon nach den ersten paar Sätzen als DAS Buch erkannte, nunmehr in der Originalfassung. Und dabei war es doch von diesem bekannten Schriftsteller, der noch so viele andere entzückende Geschichten geschrieben hatte, unter anderem „The Snow Goose“.

Und was die Zweibeinin aber bis heute nicht gewusst hat, sondern nur dank MEINER Recherche darauf gestossen ist: Das gleichnamige Album „Snow Goose“ der Rockband „Camel“, das sie mit neunzehn oder so rauf und runter hörte und das immer noch irgendwo im Estrich steht, das wurde von dieser Geschichte inspiriert.


6 Antworten auf „Lesetipp

  1. Ah, eine Katze die liest! Da kann ich Deine Empörung wegen des unterstellten mangelnden Intellekts nun doch verstehen. Aber ehrlich, da gehts den Menschen wie den Katzen. Nicht hinter jedem hübschen Frätzchen steckt auch eine Intelligenzbestie

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